06.04.2008: Junghundprüfung in Auhausen

Name des Hundes
R/H
Reg. Nr Führer
Preis
Pkt.
Laut
Bell aus der Wassertruhe
H
07020 Ernst Moning
I
131
SPL
Ayko Clever Hunter
R
07130 Bernadette Reiner
I
123
SIL
Fay vom Untreuwald
H
07180 Steffen Schweizer
I
112
SIL
Aragon von der Wolfsklinge
R
07184 Andreas Pradel
I
110
SIL
Anton Clever Hunter
R
07129 Werner Reiner
I
92
frgl.
Vincenc von den Linden
R
07738R Philipp Schellhorn
II
106
SIL
Ben aus der Wassertruhe
R
07018 Dieter Segets
II
100
frgl.
Basko von der Nadelspitz
R
07723R Georg Birzer
II
96
frgl.
Luna vom Kammelthal-Ahorngarten
H
07703R Liselotte Zimmerhansl
II
95
SIL
Izzibizzi vom Mädlesstein
H
07027 Josef Oberberger
III
86
frgl.
Wotan v. Forsthaus Hönnetal II
R
07101 Rainer Pliefke
III
79
SIL
Biest aus der Wassertruhe
H
07021 Steven Schimmler
n.b.
70
frgl.

Teilnehmer der JP in Auhausen Am 06.04. war es soweit, ich hatte mich, bzw. meinen Stabmixer auf vier Beinen, zur Junghundprüfung angemeldet. Bell aus der Wassertruhe, so heißt der Stabmixer, bei dem ich den Knopf zum abstellen noch nicht gefunden habe. Cobra vom Saarteufel und Linus von den Linden sind die Eltern, beide eigentlich ganz normale und gute Hunde, so weit ich das als Anfänger beurteilen kann. Dass bei dieser Verpaarung so ein Temperamentsbolzen rauskommt… naja, eigentlich habe ich ja auch keine Ahnung, da ich das erste Mal (versuche) einen PRT abzuführen. Also, morgens um 8.00 Uhr treffen wir uns in Gerolfingen, im Gasthaus „Roter Ochsen“. Wir, das sind die Richter, Prüfer, Obmänner und last not least 11 Terrier mit Ihren Führern. Kurze Einführung in den Prüfungsablauf, Aufteilung der gemeldeten Hunde in zwei Gruppen und schon heißt es: Aufsitzen, Abfahrt zur Schliefenanlage. Zuerst prüfen wir die Schussfestigkeit auf dem Feld vor der Schliefenanlage, alles verläuft problemlos. Dann kommt das Schliefen. Der Fuchs sitzt 4 Meter tief in der Röhre, gleich hinter dem ersten Schieber. Ich komme als Vorletzter an die Reihe. Mache mir ein wenig Sorgen, denn ich bin mir nicht sicher ob ich oder mein Hund nervöser ist. Doch als ich Bell aus dem Kofferraum hole und sehe wie sehr sie Richtung Fuchs windet und alles unternimmt um sich aus meinen Armen zu winden, um an den Stinker zu kommen schwindet die Nervosität. Sie springt auch direkt vom Arm herunter in die Röhre, ist nach 3 Sekunden am Fuchs und gibt dort kräftig laut, ich beobachte die Prüfer und sehe schon: Sie hat es gut gemacht! Danach wieder Aufsitzen und weiter ins 20km entfernte Feldrevier. Dort suchen wir, wie bei einer Böhmischen Streife, die völlig durchnässten Äcker und Wiesen ab, um jedem Hund einen Hasen hoch zu machen, den er dann, möglichst ohne ihn gesehen zu haben, auf der Spur verfolgen zu kann. Der vierte Hase unsere Gruppe hat sich gedrückt und überlaufen lassen und steht in meiner Nähe, hinter uns auf, der Richter weist mich an. Das ist deiner!!! Ich laufe mit dem abgedeckten Hund in die Nähe der Sasse, nachdem ich den Hasen nicht mehr sehen kann lasse ich Bell runter und führe Sie an der Ablaufleine in die Nähe der Spur, dann lasse ich die Leine ablaufen und nach ca. 20 Metern, kreuzt Bell die Spur des Hasen und nimmt diese sofort Spurlaut auf, startet durch und spritzt durch die Wasserflächen die auf dem Feld stehen, der Spur nach. Teilweise lässt sich nur anhand der Wasserfontänen die unter ihren Läufen aufstieben, erkennen wo sie gerade läuft, denn mittlerweile ist sie bereits mehr als 400 Meter entfernt. Zweimal verliert sie die Spur, nimmt diese durch bogenförmiges Absuchen aber sofort wieder laut auf. Kurz bevor sie bellend am Horizont verschwindet, macht sie in einem großen Bogen kehrt und kommt zu mir zurück. Meine Stiefel, jeder ungefähr sieben Kilo schwer vom nassen Boden, lassen mich recht unbeholfen zurück zum Auto stampfen, denn zwischenzeitlich hatten die restlichen beiden anderen Hunde ebenfalls ihren Hasen. Nun geht es in ein altes Sonnenblumenfeld, dort soll die Suche und Führerbindung gezeigt werden. Ich komme als vorletzter dran, nach mir noch eine läufige Hündin, die leider immer bis zum Schluss warten musste um die „Jungs“ nicht zu sehr abzulenken. Wie erwartet suchte sie das Feld geziehlt und planvoll ab. Nachdem am Ende eines jeden Aufgabengebiets immer eine kurze Bekanntgabe der Beurteilung durch die Richter statt fand und jeder einzelne Hund beurteilt wurde, wusste ich schon: So ganz schlecht war die Kleine heute nicht! Dann anschließend, als wir uns wieder am Treffpunkt „Roter Ochsen“ mit der zweiten Gruppe vereint hatten und die Richter die einzelnen Ergebnisse ausgewertet hatten, bekam ich die wirklich überraschende Nachricht: Dein Hund ist mit 131 Punkten Prüfungssieger!! Wer hätte das gedacht, diese Kleine Verrückte!! Doch nun ist endgültig klar, die Anlagen dieses Hundes müssen sehr sorgfältig und intensiv ausgearbeitet werden und mit ihr muss viel trainiert werden, damit das Potential in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Ich bin mir sicher, dieser Hund ist jede Mühe wert… Ganz besonderer Dank gilt natürlich noch an alle „Ausrichter“, Richter und Revierinhaber die zum Gelingen dieser tollen Prüfung beigetragen haben. Prüfungssieger Bell aus der Wassertruhe Text: Ernst-Wolfgang Moning Bilder: Silke Frey

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